Studie: Regulierung des Glücksspielmarktes fehlgeschlagen

11. Juni 2017

Mit Spannung war sie erwartet worden, die Studie des Wettbewerbsökonoms Prof. Dr. Justus Haucap, des Sportrechtswissenschaftlers Prof. Dr. Martin Nolte und des Suchtforschers Prof. Dr. Heino Stöver, welche über den Erfolg oder Misserfolg der Glücksspiel-Regulierung aufklären soll. Mit einem ernüchternden Ergebnis für die Politik.

Dringende Reformen notwendig

In der Studie wurde laut den Wissenschaftlern deutlich, dass die Regulierung in Deutschland dringend und umfassend reformiert werden müsse. Besonders kritisch seien die Ergebnisse vor allem mit Blick auf den Verbraucherschutz, da diese derzeit nicht effektiv umgesetzt werden könne. Gleiches gelte für eine effektive Suchtbekämpfung, die nicht gegeben sei.

Zustimmung erhielten die Wissenschaftler für ihre Arbeit vom Deutschen Lottoverband. Auch hier wird schon seit Längerem eine Reformation des Glücksspielmarktes gefordert, die dabei alle Branchen betreffen soll. „Die Studie untermauert unsere Forderungen“, erklärt DLV-Präsident Norman Faber. Insbesondere rund um die Lotterieverbände müsse etwas getan werden, denn in der Praxis sind den Ländern seit 2008 vermutlich mehr als 15 bis 20 Milliarden Euro an Steuern und Zweckerträgen durch die Lappen gegangen.

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