Das Französische Roulette

Das Französische Roulette ist zwar nicht die ursprünglich erste Variante dieses Glücksspiels, wenn man aber allgemein vom Roulette spricht, kommt den meisten Spielern zuerst diese Spielvariante ins Gedächtnis. Grund dafür ist die große Popularität des Spiels, da im Gegensatz zur Amerikanischen Variante auf die Doppelnull verzichtet wird und sich so die Gewinnerwartung deutlich verbessert. Auf dieser Seite möchte ich speziell auf die Eigenheiten des französischen Spiels eingehen und wie es sich von anderen Varianten unterscheidet.

Das Tableau mit den französischen Beschriftungen

Unterschiede zu anderen Varianten

Wie auf der Hauptseite zu den Roulette Varianten beschrieben, unterscheidet sich das französische Roulette vom europäischen nur in der französischsprachigen Bezeichnung auf dem Tableau. Auch die Ansagen des Croupiers erfolgen für gewöhnlich in dieser Sprache. Dann hört man statt „nichts geht mehr“ das berühmte „rien ne va plus“. Die Ansage zu den Einsätzen lautet „faites votre jeux“ was so viel heißt wie „Machen sie Ihr Spiel“. Auch die Gewinnzahlen werden in französischer Sprache verkündet „vingte et un, rouge“ anstatt „21, rot). Die Regel La Partage ist hingegen kein Unterscheidungsmerkmal.

Auch die Bezeichnungen der Einsätze oder der Croupiers lautet anders. Es gibt einen „Chef de Table“, welcher die Aufsicht über den Spieltisch hat und seine Mannschaft („Equipe“) leitet. Die Croupiers übernehmen auch die Einsätze von Ansagespielen. Das „Annonce“ lautet dann zum Beispiel „Voisins du Zero“, womit Alle mit der Null benachbarten Zahlen gemeint sind: im Cylindre (Rad) zwischen der 25 und 22. Der Cylindre befindet sich im sogenannten Cuvette (Kessel)

Die Einsätze tätigt man auf die einfachen Chancen Rouge/Noir, Impair/Pair und Manque/Passe oder auf die mehrfachen Chancen Plein, Cheval, Transversale Plein, Les trois Premiers, Carre, Les quatre Premiers, Transversale simple, Douzaines oder Colonnes. Weitere Bezeichnungen für die Ansagespiele sind Voisins (Nachbarn), die Kesselspiele Orphelins, Jeu Zero, oder Tiers du Cylindre. Diese können in der Regel direkt auf dem sogenannten Racetrack gesetzt werden, alternativ dazu gibt es online auch die Möglichkeit, diese in einem zusätzlichen Menu auszuwählen.

Das Racetrack Einsatzfeld beim Französischen Roulette

Das Racetrack Einsatzfeld für Kessel- und Ansagespiele

Es gibt noch ein paar weitere Bezeichnungen wie den Tronc (Opferstock/Trinkgeld), mit dem Rateau (Rechen) werden die verlorenen Einsätze eingezogen oder das grüne Tuch des Tableau heißt Tapis.

Einätze, Auszahlungen, Gewinnerwartung

Da die Einsatzmöglichkeiten, die Auszahlungen sowie die gesamte Gewinnerwartung mit dem europäischen Roulette identisch ist, werde ich diese hier nicht noch einmal abhandeln, schaut dazu einfach hier auf der Seite der Europäischen Roulettevariante nach.

Die beiden Varianten des La Partage

Ich habe bereits angesprochen, dass die La Partage Regel keine spezielle Regel für das französische Roulette ist. Da man bei diesem Wort den französischen Ursprung vermuten könnte, möchte ich diese hier trotzdem vorstellen.

Ob diese Regel gilt, kann jedes Casino für jeden einzelnen Tisch individuell festlegen, außerdem gibt es für die Auslegung dieser Regel zwei Wege. Prinzipiell betrifft diese Regel nur die Einsätze auf einfache Chancen, wenn die Null als Gewinnzahl ermittelt wird. Ohne La Partage sind alle Einsätze verloren. Bei der einfachen Anwendung erhalten die Spieler aber ihren halben Einsatz zurück, was die Gewinnerwartung leicht steigert. Bei der originalen und etwas komplizierteren Anwendung dieser Regel kann man sich nach der Aufforderung „partagez la masse, s’il vous plaît “ entscheiden die Hälfte des Einsatzes wieder herauszunehmen, der Rest ist dann verloren – wenn nicht, werden alle Einsätze auf einfache Chancen zunächst gesperrt. Man sagt „En Prison“ (sie gehen ins Gefängnis). Was mit diesen Jetons passiert, wird erst beim nächsten Coup entschieden. Dies ist die einzige Situation, bei der nach einem Coup Einsätze offiziell am Tisch verbleiben. Will man seine Wette noch gewinnen, muss der Einsatz zunächst entsperrt werden. Das geschieht, indem man die Wette der gesperrten Jetons gewinnt. Die nun freien Einsätze müssen aber trotzdem noch eine weitere Runde am Tisch verbleiben und man muss seine Wette erneut gewinnen, um seine volle Auszahlung zu erhalten. Verliert man eine der beiden Wetten, ist der Einsatz endgültig verloren.

So läuft das Spiel ab, wenn die La Partage Regel zum Einsatz kommt

Noch komplizierter wird es, wenn bei einem gesperrten Einsatz erneut die Null als Gewinnzahl ermittelt wird. Auch das kann von Casino zu Casino unterschiedlich gehandhabt werden. In manchen Casinos ist der Einsatz einfach verloren, in anderen wird er doppelt gesperrt und muss erst doppelt entsperrt werden.

In Online Casinos kommt aber für gewöhnlich nur die einfache La Partage Regel zum Einsatz, bei der ihr automatisch die Hälfte eures Einsatzes verliert und die andere Hälfte zurück bekommt. Ein letztes Wort noch einmal zur Gewinnerwartung des Roulette mit La Partage. Man liest für gewöhnlich, dass sich der Hausvorteil des Spiels von 2,7% auf 1,35% reduziert – das ist aber nur die Hälfte der Wahrheit. Hier reduziert sich nur der Hausvorteil bei den Einsätzen auf einfache Chancen, alle mehrfachen Chancen haben den üblichen Hausvorteil von 2,7% da hier diese Regel nicht zum Einsatz kommt. Am besten eignet sich der CasinoClub, um mit einem besseren Hausvorteil zu spielen. Hier findet ihr insgesamt drei Spiele, bei denen diese Regel zum Einsatz kommt.

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