Alle wichtigen Details zum Amerikanischen Roulette

Das Amerikanische Roulette gehört neben dem europäischen und französischen zu den drei Standard-Varianten und unterscheidet sich im Wesentlichen von den anderen nur durch die zusätzliche Doppelnull, welche den Hausvorteil des Spiels verdoppelt. Im eigentlichen Sinne war ja das amerikanische Roulette die ursprüngliche Variante, das Spiel wurde nämlich im 17. Jahrhundert mit 38 Zahlen erfunden und erst später wurde die Doppelnull entfernt, um den Hausvorteil zu verringern. Wo liegen aber nun die genauen Unterschiede? Diese Seite soll euch darüber aufklären.

Die zusätzliche Doppelnull

Durch die Doppelnullergeben sich zusätzliche EinsatzmöglichkeitenWie wahrscheinlich jeder weiß, ist der eigentliche Unterschied die zusätzliche Doppelnull, welche in den anderen Standard-Varianten nicht vorhanden ist. Dementsprechend sieht auch das Tableau ein klein wenig anders aus, am oberen Rand des Einsatzfeldes gibt es jetzt nicht nur die Null, sondern der Bereich wird jetzt zwischen der Null und Doppelnull aufgeteilt – die Null links über der 1 und 2 und die Doppelnull über der 2 und 3.

Daraus ergeben sich ein paar neue Einsatzmöglichkeiten. Während dort bei den europäischen Varianten nur die Kombinationen 0,1,2,3 – 0,1,2 und 0,2,3 möglich waren, könnt ihr jetzt auf die Kombinationen 0,00,1,2,3 – 0,1,2 – 00,2,3 oder aber auch 0,00,2 setzen.

Komplett andere Zahlenreihenfolge im Kessel

Man könnte denken, der Kessel für das Amerikanische Roulette würde dem des europäischen Roulettes gleichen, es wurde nur irgendwo gegenüber der Null die Doppelnull hinzugefügt. Tatsächlich ist die Reihenfolge der Zahlen gegenüber dem europäischen Spiel komplett unterschiedlich. Im Gegensatz zur Variante mit 37 Zahlen, die augenscheinlich zufällig verteilt sind, sind die Zahlen im amerikanischen Kessel etwas geordneter verteilt.

Die Reihenfolge der Zahlen im Amerikanischen RoulettekesselHier liegen benachbarte Zahlenpaare immer im Kessel direkt gegenüber 0 und 00, 1 und 2, 3 und 4 usw. Die 1 liegt dabei links neben der Doppelnull und alle 4 Felder weiter links liegt die ungerade Zahl des nächsten Zahlenpaares 3, 5, 7 und 9 bis ihr bei der Null angekommen seid. Alle anderen Zahlenpaare werden in einer ähnlichen Art und weise im Kessel verteilt, allerdings folgen dort nicht mehr alle einem einheitlichen Muster. Zum Beispiel geht es links von der roten 1 mit den schwarzen ungeraden Zahlen in Abständen von vier Fächern weiter: 13, 15 und 17, dann kommt aber die 11 und vier Felder weiter ist die letzte schwarze Zahl vor der Null die gerade 28.

Wegen dieser vermeintlich saubereren Ordnung und Gleichverteilung der Zahlen bevorzugen einige Systemspieler lieber das Amerikanische Roulette, allerdings ist dies ein Trugschluss, der zu keiner Verbesserung der Gewinnerwartung führt.

Auszahlungsraten und Gewinnerwartung

An den Auszahlungsraten ändert sich insgesamt nichts, was wegen der Doppelnull zu einem größeren Hausvorteil (5,26%) fürs Casino bzw. einer niedrigeren Gewinnerwartung (94,34%) für den Spieler führt. Auch bei den neuen Einsatzmöglichkeiten mit Null und Doppelnull gibt es keine Unterschiede. Alle Kombinationen mit 3 Zahlen werden genauso 11:1 ausbezahlt, bei vier Zahlen bekommt ihr wie gehabt 8:1.

Wette Abdeckung Auszahlungsrate Gewinnwahrscheinlichkeit
Straight up bet 1 Zahl 35:1 2,6%
Split bet 2 Zahlen 17:1 5,3%
Street bet, First Three 3 Zahlen 11:1 7,9%
Corner, First Four 4 Zahlen 8:1 10,5%
First Five 5 Zahlen 6:1 13,2%
Line Bet 6 Zahlen 5:1 15,8%
Dozen, Column 12 Zahlen 2:1 31,6%
Simple Chances 18 Zahlen 1:1 47,4%

Neu hingegen ist die Möglichkeit auf 5 Zahlen zu setzen (erste Querreihe mit beiden Nullen), dort erhaltet ihr eine Auszahlung von 6:1. Allerdings ist diese Wette die einzige, die nicht den Hausvorteil von 5,26% besitzt, sondern mit 7,89% einen für den Spieler noch unvorteilhafteren. Das Problem dabei ist, dass man die Auszahlung nicht auf 7:1 erhöhen kann, da sich dadurch eine Situation mit einem positiven Erwartungswert (über 105,26%) für den Spieler ergeben würde. Selbst mit 6,5% ist der Hausvorteil des Casinos mit 1,32% nur sehr gering, außerdem sind „halbe Zahlen“ für die Berechnung einer Auszahlung weniger vorteilhaft, da bei ungeraden Einsätzen zusätzlich „Kleingeld“ ausgezahlt werden müsste.

Kleinere Tische und eine schnellere Spielgeschwindigkeit

Es hält sich immer noch hartnäckig der Mythos der „gierigen“ amerikanischen Casinobesitzer – irgendwo zu Recht, allerdings aus den falschen Gründen. Die Amerikaner haben nicht die Doppelnull erfunden, um den Hausvorteil zu steigern, die Doppelnull wurde in Europa entfernt um durch einen niedrigeren Hausvorteil konkurrenzfähiger zu werden.

Was die Amerikaner geändert haben, ist der Spieltisch selbst sowie der Ablauf des Spieles. Der Tisch wurde etwas verkleinert, so dass die Spieler ihre Einsätze auch ohne Ansage allein tätigen können. Dies dient dazu, den Spielablauf zu beschleunigen, Auch wurde Einsatzphase leicht verkürzt, um mehr Coups pro Stunde erreichen zu können. Allerdings beziehen sich diese Maßnahmen nur auf echte Spielbanken, in Online Casinos sind solche Anpassungen nicht notwendig und daher nicht vorhanden.

20 Bewertungen